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wiki:definition_miteinander

Anregungen für die Auseinandersetzung mit der Definition des Begriffs „Miteinander“ und weiteren Definitionen aus dem Bedeutungszusammenhang

Eintrag zum Begriff „Miteinander“ im online-Duden (Zugriff: 19.11.2015):

„[…] Bedeutungsübersicht

das Miteinanderbestehen, -leben, -wirken o. Ä.

Beispiel

ein harmonisches Miteinander

Synonyme zu Miteinander

Gemeinsamkeit, Gemeinschaft, Solidarität, Zusammenhalt“


Begriffsdefinitionen im Bedeutungszusammenhang:

Gemeinschaft Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 5., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2011. (Abgerufen unter Online-Politiklexikon der Bundeszentrale für Politische Bildung: Gemeinschaft, Zugriff: 19.11.2015)

„1) G. bezeichnet eine wechselseitige Verbindung von Personen oder Staaten, die nicht ausschließlich (rational) zweckorientiert, sondern auch auf Zuneigung und innere Verbundenheit angelegt ist.

2) G. ist ein soziologischer Begriff, der die Nähe und Vertrautheit menschlichen Zusammenlebens betont und damit die soziale G. (teilweise kritisch) den modernen anonymer werdenden (Massen-)Gesellschaften gegenüberstellt.“

Gesellschaft Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 5., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2011. (Abgerufen unter Online-Politiklexikon der Bundeszentrale für Politische Bildung: Gesellschaft, Zugriff: 19.11.2015) „G. ist eine Sammelbezeichnung für unterschiedliche Formen zusammenlebender Gemeinschaften von Menschen, deren Verhältnis zueinander durch Normen, Konventionen und Gesetze bestimmt ist und die als solche eine G.-Struktur (G.-Gefüge) ergeben. Soziologisch wird zwischen G. und Gemeinschaft unterschieden, wobei Letztere sich durch eine größere Nähe und Verbundenheit der Menschen und Erstere durch eine stärker rationale (zweck-, nutzenorientierte) Begründung des Zusammenlebens auszeichnet. Es können folgende G.-Formen unterschieden werden:

1. die genossenschaftliche G. als eine weitgehend egalitäre G. und

2. die Herrschafts-G., in denen die Macht zwischen den gesellschaftlichen Gruppen ungleich verteilt ist, wobei zwischen ständischer G. (bei der der Stand des Individuums durch Geburt festgelegt ist: z. B. Adel, Geistlichkeit, Bürger, Unfreie) und liberal-demokratischer G. (auch: bürgerliche G., bei der die gesellschaftliche Durchlässigkeit individuelle Auf- und Abstiegsmöglichkeiten eröffnet) unterschieden wird.

G.-Vertrag ist ein politisch-philosophischer Begriff, der auf die vielfältigen Ideen und Theorien verweist, die versuchen, der Herrschaft über Menschen eine rationale Grundlage (einen zugrunde liegenden Vertrag) zu geben.“

Solidarität Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 5., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2011. (Abgerufen unter Online-Politiklexikon der Bundeszentrale für Politische Bildung: Solidarität, Zugriff: 19.11.2015) „[franz.] S. bezeichnet ein Prinzip, das gegen die Vereinzelung und Vermassung gerichtet ist und die Zusammengehörigkeit, d. h. die gegenseitige (Mit-)Verantwortung und (Mit-)Verpflichtung betont. S. kann auf der Grundlage gemeinsamer politischer Überzeugungen, wirtschaftlicher oder sozialer Lage etc. geleistet werden. Die politische Soziologie unterscheidet zwei Formen:

1. die mechanische S., die auf vorgegebenen gemeinsamen Merkmalen einer Gruppe beruht (z. B. Geschlechtszugehörigkeit), und

2. die organische S., deren Basis das Angewiesensein aufeinander (z. B. auf Spezialisten in hocharbeitsteiligen Gesellschaften) ist.“


Begriffe aus dem erweiterten Kontext:

Kommunitarismus Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 5., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2011. (Abgerufen unter Online-Politiklexikon der Bundeszentrale für Politische Bildung: Kommunitarismus, Zugriff: 19.11.2015) „[amerik.] K. bezeichnet eine sozial-philosophische Lehre, die sich gegen die Tendenz zum (Hyper-)Individualismus stellt, für eine Erneuerung gemeinsamer Werte eintritt und damit (wieder) ein Fundament für eine gerechte politische Ordnung schaffen will. Mit dem Postulat, dass dem gemeinsamen durch sozialen Austausch geschaffenen Guten höhere Priorität zukommt als dem (kurzfristigen) individuellen Interesse, fordert der K. eine Rückbesinnung auf urdemokratische (insbesondere auch uramerikanische) Werthaltungen.“

Subsidiarität Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 5., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2011. (Abgerufen unter Online-Politiklexikon der Bundeszentrale für Politische Bildung: Subsidiarität, Zugriff: 19.11.2015) „S. bezeichnet ein (von der katholischen Soziallehre entliehenes) Prinzip, das die Eigenleistung und die Selbstbestimmung sowohl des Individuums (und der Familien) als auch der Gemeinschaften (z. B. der Kommunen) fördern will. Das S.-Prinzip fordert, dass staatliche Eingriffe (EU, Bund) und öffentliche Leistungen grundsätzlich nur unterstützend und nur dann erfolgen sollen, wenn die jeweils tiefere hierarchische Ebene (Länder, Kommunen, Familien) nicht in der Lage ist, die erforderliche (Eigen-)Leistung zu erbringen. Das S. Prinzip spielt v. a. in der Bildungs- und Sozialpolitik eine wichtige Rolle und ist ein wesentliches Element des europäischen Integrationsprozesses.“

–> Siehe auch:

Online-Politiklexikon der Bundeszentrale für Politische Bildung: Liberalismus-Kommunitarismus-Debatte-in-der-Schulpraxis

Vorländer, Hans (2001): Dritter Weg und Kommunitarismus,in: BpB (Hrsg.): Aus Politik und Zeitgeschichte, B16-17, Bonn. - abrufbar über die Webseite der Bundeszentrale für Politische Bildung: Vorländer, Hans (2001): Dritter Weg und Kommunitarismus

Artikel zum Kommunitarismus in der Online-Ausgabe des Wörterbuchs der Sozialpolitik der Schweizerischen Vereinigung für Sozialpolitik Link zum Artikel: Kommunitarismus

Vortrag Kommunitarismus und Bürgergesellschaft, den Stephan Straub 2002 – damals Mitarbeiter im Ingolstädter Büro der PDS-Bundestagsabgeordneten Eva Bulling-Schröter – auf einem Seminar der PDS Bayern hielt; - Abrufbar über die Webseite des Forum solidarisches und friedliches Augsburg unter dem Link: Stephan Straub: Kommunitarismus und Bürgergesellschaft

Menschlichkeit Eintrag zum Begriff „Menschlichkeit“ im online-Duden (Zugriff: 02.01.2016):

„1. a. das Sein, Dasein als Mensch, als menschliches Wesen b. menschliche Haltung und Gesinnung

2. (selten) menschliche Schwäche, Fehlhandlung“

–> Siehe auch: Artikel zum Thema Menschlichkeit auf der Webseite der gemeinnützigen Initiative Humanistischen Aktion

Freya von Moltke: Die Verteidigung europäischer Menschlichkeit.. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament. Bundeszentrale für Politische Bildung, Heft 27, 2004, (Zugriff: 02.01.2016)

wiki/definition_miteinander.txt · Zuletzt geändert: 2016/01/02 18:43 von tinaeule